Zurück zu den Wurzeln! Dass seine Lithografien und kolorierten Drucke von Jazzmusikern jetzt auch im bald jazzerfüllten Ballenlager hängen werden, wird dem 95 jährigen Vielseitigkeits-Künstler Armin Mueller-Stahl gefallen. Denn da, wo die Musik spielt, gehören sie hin. Eigentlich in jungen Jahren mit Violine und klassischer Musikausbildung eher für die musische Karriere prädestiniert, entdeckten Armin Mueller-Stahl und sein persönliches Umfeld dann doch das in jenen jungen Jahren sehr ausgeprägte Schauspieler-Talent, das ihn letztlich bis nach Hollywood und insgesamt zu einer beispiellosen Schauspielerkarriere führte. Doch trotz des zu allen Zeiten stets prall gefüllten Drehkalenders, blieb dem gebürtigen Ostpreußen stets auch die Zeit zum Musizieren. Aber auch zum Malen, der dritten Leidenschaft, der Müller-Stahl selbst mit Mitte 90 noch frönt, findet der Vielseitige Lust und Zeit.
Und da kommt Galerist Hans-Georg Hunold ins Spiel, der zugleich auch Sponsor des EmsJazzFestivals Greven ist. Gemeinsam mit Mitgliedern der Jazz AG in der Kulturinitiative, entwickelte er die Idee einer begleitenden Ausstellung. Rund 40 Exponate sind inzwischen in der Galerie am Niederort angekommen. Sie werden während des Jazzfestivals von Freitag, 4. September, bis Sonntag, 6. September, im Foyer und an den Wänden des Ballenlagers zu sehen sein. Die nummerierten und handsignierten Exponate können auch käuflich erworben werden. Die Preise liegen zwischen 200 und 400 Euro.
Aber auch Unikate werden in der vielseitigen Ausstellung zu sehen sein: Miles Davis etwa hat es dem Jazzfreund und Maler Thomas Jankowski angetan, der ebenfalls Exponate zur Ausstellung beisteuern wird. „Der Mann mit dem goldenen Horn“ reizt den Osnabrücker Künstler, der ein Faible fürs Porträtieren hat. „Chaotisch, faul und fleißig, großartig, vielseitig. Künstler.“ So beschreibt Jankowkski sich selbst. Und seine Kunst? Bunt, großformatig, expressiv, registriert der Betrachter.
Wer neben Miles Davis noch zu hängen kommt, darüber schweigt Jankowski, der schon öfter mit seinen Bildern in der Galerie Hunold zu sehen war. Nur so viel: Aki Takase, Grande Dame des Jazz, jüngst auf der Jazz Ahead in Bremen für ihr Lebenswerk ausgezeichnet, und sicherlich der Star im Line-up des aktuellen Festivals, wird jedenfalls auch auf die Leinwand gebannt. Und die Preise für Jankowskis Werke? Wohl vierstellig, eben Unikate, freut sich Hans-Georg Hunold auf die Jazz-Ausstellung beim Jazz-Festival.

Galerist Hans-Georg Hunold präsentiert zum EmsJazzFestival 2026 eine Jazz-Ausstellung im Foyer und im Saal des Ballenlagers.