3. EMS JAZZ FESTIVAL

EJF#3

Greven | 6. bis 8. September 2024

3. Ems Jazz Festival Greven

6. bis 8. September 2024

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SPIELPLAN

Time
Artist
FREITAG | FRIDAY | 06.09.2024
16:00 Uhr | 4:00 pm Caspar van Meel Sextett
18:30 Uhr | 6:30 pm Joanna Duda Trio
21:15 Uhr | 9:15 pm Afra Kane Quartett
SAMSTAG | SATURDAY | 07.09.2024
16:00 Uhr | 4:00 pm Cologne Contemporary Jazz Orchestra
18:30 Uhr | 6:30 pm Michael und Lorenzo Riessler
21:00 Uhr | 9:00 pm Anne Paceo
SONNTAG | SUNDAY | 08.09.2024
15:00 Uhr | 3:00 pm Mother
17:30 Uhr | 5:30 pm Nitai Hershkovits
20:00 Uhr | 8:00 pm Alex Hitchcock Dream Band
06.09.2024, 16:00 Uhr
Caspar van Meel Sextett
06.09.2024, 18:30 Uhr
Joanna Duda Trio
06.09.2024, 21:15 Uhr
Afra Kane Quartett
07.09.2024, 16:00 Uhr
Cologne Contemporary Jazz Orchestra
07.09.2024, 18:30 Uhr
Michael und Lorenzo Riessler
07.09.2024, 21:00 Uhr
Anne Paceo
08.09.2024, 15:00 Uhr
Mother
08.09.2024, 17:30 Uhr
Nitai Hershkovits
08.09.2024, 20:00 Uhr
Alex Hitchcock Dream Band

Caspar van Meel Sextett

Foto: Thomas Biesenbach

„Satie: A Time Remembered“

Der Niederländer Caspar van Meel ist Bassist, Bandleader und Arrangeur. Das Ems Jazz Festival eröffnen er und sein Sextett mit einem ganz besonderen Projekt. „Satie: A Time Remembered“ greift auf ein wichtiges Kapitel europäischer Kunstmusik zurück und spinnt Eric Saties impressionistisch geprägte Kompositionen auf höchst kreative Weise fort.

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06.09.2024 | 16:00 Uhr
Ballenlager Greven

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Joanna Duda Trio

Foto: Maciej Moskwa

Kaleidoskop der Stilrichtungen

Dem polnischen Trio rund um die Pianistin Joanna Duda eilt sein „unverwechselbarer“ und vielzitierter Sound bereits voraus. Das Grevener Publikum darf sich auf ein Kaleidoskop unterschiedlicher Stilrichtungen freuen: Da darf auch eine Prise Humor nicht fehlen, wenn etwas Barock auf Ambient trifft, Jazz, Romantik, Grooves und Minimal aufeinandertreffen und das Ganze mit elektronisch-synthetischen Klängen verschmilzt. 

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06.09.2024 | 18:30 Uhr
Ballenlager Greven

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Afra Kane Quartett

Prototyp einer stilistischen Grenzgängerin

Afra Kane, in Italien geborene Sängerin, Komponistin und Pianistin, verzaubert die Zuhörerschaft nicht nur, sie nimmt ihre Fans mit auf eine Reise, die viele Grenzen sprengt. In Greven wird die Sängerin mit nigerianischen Wurzeln aus ihren aktuellen Alben „Hypersensitive“ und „Could we be Whole?“ (Warner) einen ebenso bewegten wie begeisternden Mix spielen. Ihr Credo: „Ich bin der supersauberen Musik überdrüssig. Ich mag Noise!“

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06.09.2024 | 21:15 Uhr
Ballenlager Greven

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CCJO

Foto: Gerhard Richter

„Allgäu meets Jazz“

Das Konzept der musikalischen Individualität steht Pate beim „Cologne Contemporary Jazz Orchestra“. So zu hören auch beim aktuellen Thema des Ensembles: „Allgäu meets Jazz“. Personifiziert wird das Motto durch Alphornist und Trompeter Matthias Schrief, einen waschechten Allgäuer, der selbst Kuhglocken jazzig erklingen lässt. In Kombination mit dem indischen Flötisten Amith A. Nadig erwartet das Grevener Publikum ein musikalisch weltumspannender Abend voller Kontraste.

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07.09.2024 | 16:00 Uhr
Ballenlager Greven

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Michael und Lorenzo Riessler

Foto: Thomas Radlwimmer

Rastlose Meister des Jazz

Lorenzo Riessler, 30-jähriger Drummer und Perkussionist, ist auf internationalen Festivals zu Hause. Der Master of Arts vom Londoner „College of Music“ lässt sich und seine Musik in keiner Schublade verpacken. Schon gar nicht, wenn er zusammen mit seinem Vater Michael Riessler, Klarinettist und ebenfalls ein Rastloser in Sachen Jazz, gemeinsam musiziert.

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07.09.2024 | 18:30 Uhr
Ballenlager Greven

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Anne Paceo

Foto: Sylvain Gripoix

Schamanisch geprägte Klangtraditionen

Die Komponistin, Bandleaderin, Schlagzeugerin und französisch-westafrikanische Powerfrau Anne Paceo gehört mit ihrer vierköpfigen Band zweifelsohne zu dem Aufregendsten, was das Grevener Festival zu bieten hat. Geheimnisvoll und mystisch weiten sich rhythmische Klangbilder zu komplexen Kompositionsgemälden. Ein musikalisches Crossover, das Genregrenzen sprengt, sich dem Jazz aber stets verbunden fühlt.

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07.09.2024 | 21:00 Uhr
Ballenlager Greven

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Mother

Foto: Thekla Ehling

Fusion zeitgenössischer Jazzklänge

Athina Kontou, deutsch-griechische Bassistin, bedient sich der musikalischen Wurzeln ihrer Heimat und führt sie zu einer spannenden Fusion mit zeitgenössischen Jazzklängen. Musikalische Spannungen, die sich auch in der Besetzung des Quartetts dokumentieren. Wenn die improvisationsfreudige Luise Volkmann ihr Saxofon einsetzt, werden traditionelle Weisen zu neuen musikalischen Formen.

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08.09.2024 | 15:00 Uhr
Ballenlager Greven

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Nitai Hershkovits

Nitai Hershkovits

Foto: Caterina Di Perri

Kleinode der Klavierliteratur

Als noch „geheim“ legte Musikredakteur Ulrich Stock die berührenden Improvisationen von Nitai Hershkovits seinen Lesern ans Herz. Viele Jahre spielte der israelische Pianist das Klavier in der Band des berühmten Bassisten Arvisha Cohen. Kleinode der Klavierliteratur komponiert der Tel Aviver Musiker, der mit seinem besonderen Spiel Bilder vor den Augen und Ohren seiner Zuhörer wachsen lässt.

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08.09.2024 | 17:30 Uhr
Ballenlager Greven

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Alex Hitchcock Dream Band

Alex Hitchcock Dream Band

Foto: Rob Blackham

Musikalische Wucht aus UK

Alex Hitchcock, angesagter Saxofonist aus der schillernden Londoner Clubszene, ist eine musikalische Wucht. Nicht nur, dass Hitchcock selbst durch seine vorantreibende Spielweise immer wieder musikalische Grenzen durchbricht, seine ausgesprochene Stärke sind seine Bandleader-Qualitäten. Und so ist es keine Überraschung, dass er zum Abschluss des Festivals eine echte Dream-Band nach Greven bringt.

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08.09.2024 | 20:00 Uhr
Ballenlager Greven

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Seit 35 Jahren: Kulturelle Vielfalt für Greven.

Die gemeinnützige Kulturinitiative Greven organisiert ehrenamtlich ein facettenreiches Programm: Musik, Kabarett, Vorträge, Kindertheater – (fast) jede Interessen- und Zielgruppe wird angesprochen.

Fragen und Feedback?
Mail an info [at] emsjazz.de!

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Kulturzentrum GBS

Die knapp hundert Jahre alten Mauern der Grevener Baumwollspinnerei stehen für ein Stück Grevener Geschichte.

Wo sich früher Baumwollballen stapelten, wird im September gejazzt: In der historischen Kulisse des Ballenlagers gehen Geschichte und High Tech eine gelungene Symbiose ein, die von Künstler*innen und Publikum gleichermaßen geschätzt wird.

Besucher*innen des Ems Jazz Festivals erreichen von hier in nur wenigen Schritten das Zentrum der Stadt. Während des Festivals ist für Speisen und Getränke vor Ort hinreichend gesorgt.

Ballenlager

Anreise

Sie finden die GBS und das Ballenlager an der Friedrich-Ebert-Straße 3-5 in 48268 Greven.

  • Gäste, die mit dem Auto anreisen, können am Wilhelmplatz oder am Hallenbad parken.
  • Gäste, die mit der Bahn anreisen, erreichen die GBS zu Fuß vom Bahnhof aus in etwa fünfzehn Minuten.

Artists

Caspar van Meel Sextett

Freitag, 06.09.2024, 16:00 Uhr, Ballenlager in Greven

Treue Festivalbesucher werden sich erinnern. Caspar van Meel? Richtig, der Niederländer mit deutschem Wohn- und Arbeitssitz zupfte den Bass bei der Festivalpremiere 2022 im Ballenlager in der Formation des Gitarristen Axel Zinowski. Jetzt spielt er selber auf als Bassist, Bandleader und Arrangeur mit einem ganz besonderen Projekt. Mit „Satie: A Time Remembered“ greift van Meel auf ein wichtiges Kapitel europäischer Kunstmusik zurück.

Foto: Thomas Biesenbach

Eric Saties impressionistisch geprägte Kompositionen spinnt der Bassist auf höchst kreative Weise fort. „Ein sehr empfehlenswertes Hörerlebnis“, lobt WDR-Redakteur Thomas Loewner. Im Ballenlager gastiert van Meel mit seinem international besetzten Sextett, das in seiner Spielweise an eine kleine Big Band erinnert. Musiker aus den USA, Holland und Deutschland kommen hier zusammen.

Mit dem von der Kritik hochgelobten Satie-Projekt erinnert van Meel zum einen an den 100. Todestag des Komponisten, zum anderen aber auch an zeitgeschichtliche Parallelen. Die 20er Jahre als Zeit des Umbruchs damals wie heute spiegeln sich in der Melancholie der Musik wider.

In Greven tritt das Sextett in der Besetzung Ryan Carniaux (Trompete), Denis Gäbel (Saxofon), Raphael Klemm (Posaune), Franz von Chossy (Klavier), Caspar van Meel (Bass) und Niklas Walter (Schlagzeug) auf

Joanna Duda Trio

Freitag, 06.09.2024, 18:30 Uhr, Ballenlager in Greven

Ein Paradox? Wenn man von der polnischen Pianistin Joanna Duda und ihrem Trio spricht, wird oft der „unverwechselbare Sound“ der Drei zitiert. Dabei gibt‘s ein Kaleidoskop ganz unterschiedlicher Stilrichtungen, die ineinanderfließen, bis es passt: Da darf auch eine Prise Humor nicht fehlen, wenn etwas Barock auf Ambient trifft, Jazz, Romantik, Grooves und Minimal aufeinandertreffen und das Ganze mit elektronisch-synthetischen Klängen verschmilzt.

Fotos: Ola Mleczko

Fotos: Ola Mleczko

Immer im Zentrum der Musik sind Sound-Improvisationen die losgelöst von jeglichen Jazz-Kategorien daherkommen, auch wenn sie nicht leugnen kann, wo ihre Wurzeln liegen: In Post-Bop-Traditionen. Duda springt hin und her, will sich nicht festlegen (lassen) und schon gar nicht einschränken. Und so kommt ein Kaleidoskop dabei heraus, das die ganze Spannbreite musikalischen Könnens abbildet.

Besetzung: Joanna Duda (Klavier, Synthesizer), Ksawery Wójcinky (Bass), Michael Bryndal (Drums).

Afra Kane Quartett

Freitag, 06.09.2024, 21:15 Uhr, Ballenlager in Greven

Sie gilt als fesselnde, wandlungsfähige Sängerin mit einer verführerischen Stimme, die in virtuosen Arrangements das Publikum in ihren Bann zieht. Musik, von der ein schwer zu greifender Zauber ausgeht – ein wundervoller Mix aus Dancehall-Beat und Gospel.

Afra Kane, in Italien geborene Sängerin, Komponistin und Pianistin, verzaubert die Zuhörerschaft nicht nur, sie nimmt ihre Fans mit auf eine Reise, die viele Grenzen sprengt. 2019 wurde die mittlerweile in der Schweiz lebende Musikerin beim Festival in Montreux mit dem Jazz Talent Award ausgezeichnet. Was ihrem Schaffen nur bedingt gerecht wurde.

 

Afra Kane erhielt eine professionelle Ausbildung am klassischen Klavier, erweiterte ihr facettenreiches Repertoire jedoch schnell um Elemente aus Jazz, Future Funk, Soul und R&B. Sozusagen ist sie der Prototyp einer stilistischen Grenzgängerin. Schnell verschaffte sie sich Aufmerksamkeit mit Singles wie „Mouth shut“ (Record of the Week der BBC. Mit „Scorpio“ begeisterte sie auf einer internationalen Tournee von New York bis Hong Kong.

In Greven wird die Sängerin mit nigerianischen Wurzeln aus ihren aktuellen Alben „Hypersensitive“ und „Could we be Whole?“ (Warner) einen ebenso bewegten wie begeisternden Mix spielen. Ihr Credo: „Ich bin der supersauberen Musik überdrüssig. Ich mag Noise“, kündigte sie in einem Interview mit dem Fachmagazin „Jazzthetik“ an.

Cologne Contemporary Jazz Orchestra

Samstag, 07.09.2024, 16:00 Uhr, Ballenlager in Greven

Am Anfang war… Nein, nicht das Wort. Vor 22 Jahren wiesen die zarteren Klänge einer Bansurflöte den Weg. Im Kölner Stadtgarten war das, als das neugegründete Cologne Contemporary Jazz Orchestra seine ersten Gehversuche unternahm. Ein mit großem Optimismus gespicktes Konzept nahm damals Gestalt an; aus dem Konzert mit Happening-Charakter wuchs eine nun mehr als zwei Jahrzehnte dauernde Band-Geschichte.

Fotos: Gerhard Richter

Am Anfang stand die Idee, Komponisten und Arrangeuren aus der heimischen Szene eine stilistisch offene Möglichkeit zu schaffen, mit enthusiastischen Kollegen ihre Musik zu spielen, heißt es auf der Homepage des Orchesters. Aus einer von Enthusiasmus, Nonchalance und gewissen Beharrlichkeit getragenen Anfangsphase entwickelte sich ein Projekt, das im Laufe der Zeit von Kontinuität und Verbundenheit der Musiker zu ihrer Band getragen wurde, und das auf weit über 100 Konzerte, fünf CD-Veröffentlichungen und nicht zuletzt dadurch auf einen weit über die Stadtgrenzen hinausgehenden Ruf kommt.

Fotos: Gerhard Richter

Das Konzept dieser besonderen musikalischen Individualität steht Pate bei „Allgäu meets Jazz“, so das aktuelle Thema des Ensembles. Personifiziert wird das Motto durch Alphornist und Trompeter Matthias Schrief, einen waschechten Allgäuer, der selbst Kuhglocken jazzig erklingen lässt. In Kombination mit dem indischen Flötisten Amith A. Nadig, der seit fast 20 Jahren die Jazzszene seines Heimatlandes bereichert, erwartet die Besucher ein musikalisch weltumspannender Abend voller Kontraste.

Übrigens: In Jens Düppe findet sich ein aus dem vergangenen Grevener Jazz-Festival bekannter Musiker im CCJO. Zudem gehört der Perkussionist und Komponist auch zum Stamm der bandeigenen Arrangeure. Das Cologne Contemporary Jazz Orchester begeistert mit dem Sound von vier Trompeten, vier Posaunen, fünf Saxofonen, Gitarre, Bass, Piano und Drums. Platz genug ist ja da auf der großen Bühne im Grevener GBS-Kulturzentrum…

Michael und Lorenzo Riessler

Samstag, 07.09.2024, 18:30 Uhr, Ballenlager in Greven

Foto: Thomas Radlwimmer

In Florenz geboren, in Köln und Freiburg aufgewachsen, in London ausgebildet: Lorenzo Riessler, 30-jähriger Drummer und Perkussionist, hat seinen Lebensmittelpunkt mittlerweile in Berlin gefunden, ist aber ein rastloser Meister seines Fachs.

In England erreichte er im London College of Music seinen Master mit Auszeichnung und ist seitdem international auf vielen Festivals zuhause: Beim Jazzfestival in Saalfelden (Österreich), beim Cheltenham Festival in Großbritannien oder bei der Jazzwoche in Burghausen.

Zwischenzeitlich tourt Riessler auch mal mit der Musikkabarettistin Lucy van Kuhl (im Januar noch in Greven zu sehen gewesen) durch die Lande. Soll heißen: Der Mann und seine Musik hat keinen Platz in einer Schublade. Nirgends.

Schon gar nicht, wenn er zusammen mit seinem Vater, ebenfalls ein Rastloser in Sachen Jazz gemeinsam musiziert. Der Senior hat bereits in Tokio, Havanna, San Francisco und New York gespielt und ist Professor für Jazz an der Uni für Musik und Theater in München.

Besetzung Michael Riessler (Bassklarinette), Lorenzo Riessler (Schlagzeug).

Foto: Thomas Radlwimmer

Anne Paceo

Samstag, 07.09.2024, 21:00 Uhr, Ballenlager in Greven

Schamanen und Voodoo-Zeremonien, die sich in das Programm des 3. Ems Jazz Festivals mogeln? Wie abgefahren ist denn das!

Aber warum eigentlich nicht? Wo andere Festivalorganisatoren des Genres die Programmtüren für Pop und leicht Beschwingtes öffnen, engagieren die Grevener gerne Anne Paceo und ihren teils schamanisch geprägten Klangtraditionen. Die Komponistin, Bandleaderin, Schlagzeugerin und französisch-westafrikanische Powerfrau gehört mit ihrer vierköpfigen Band zweifelsohne zu dem Aufregendsten, was das Grevener Festival zu bieten hat.

Fotos: Sylvain Gripoix

Geheimnisvoll und mystisch weiten sich rhythmische Klangbilder zu komplexen Kompositionsgemälden. S.H.A.M.A.N.E.S. heißt das aktuelle Programm der in Paris lebenden Ausnahmemusikerin, die ihr Publikum auf eine faszinierende musikalische Reise durch schillernde Ethnien und überraschende Klangwelten mitnimmt. Ein musikalisches Crossover, das Genregrenzen sprengt, sich dem Jazz aber stets verbunden fühlt.

Anne Paceo ist eine musikalische Weltenbummlerin: Auf über 500 Bühnen in mehr als 45 Ländern zu Gast, spielte sie bereits mit vielen musikalischen Größen des Genres. Archie Sheep und Rhoda Scott sind nur zwei Namen, die wir nennen.

Foto: Sylvain Gripoix

Dass sie jetzt in Greven spielt, ist Glücksfall und Premiere zugleich, denn die zweimal mit dem „Victoires du Jazz“ als „Künstlerin des Jahres“ ausgezeichnete Paceo bringt S.H.A.M.A.N.E.S. erstmals auf einer deutschen Bühne zu Gehör.

Besetzung: Anne Paceo (Drums, Vocals), Tony Paeleman (Piano, Rhodes Bass Station), Isabel Sorling (Vocals, Keyboards), Christophe Panzani (Saxophone, Effects, Keyboards)

Mother

Sonntag 08.09.2024, 15:00 Uhr, Ballenlager in Greven

„Tolles Programm. Ein bisschen männerlastig,“ so die wohlmeinende Kritik eines Festivalbesuchers aus dem vergangenen Jahr.

Foto: Thekla Ehling

Die Jazz AG in der Kulturinitiative gelobte Besserung. Neben vielen anderen weiblich dominierten Formationen im aktuelle Line-Up des Festivals 2024 leistet „Mother“ einen überzeugenden Beitrag in dieser Genderdebatte. Trotzdem war es nicht die Geschlechterwahl, sondern die musikalische Qualität dieses Quartetts, die die Festivalorganisatoren überzeugte.

Athina Kontou, deutsch-griechische Bassistin, bedient sich der musikalischen Wurzeln ihrer Heimat und führt sie zu einer spannenden Fusion mit zeitgenössischen Jazzklängen. Musikalische Spannungen, die sich auch in der Besetzung des Quartetts dokumentieren. Wenn die improvisationsfreudige Luise Volkmann ihr Saxofon einsetzt, werden traditionelle Weisen zu neuen musikalischen Formen.

Wobei die Kölnerin ebenfalls ausgewiesene Expertin in der Wanderung zwischen den Kulturen ist. Sie setzt sich intensiv mit den afroamerikanischen Wurzeln des Jazz auseinander. Mit gleich zwei Formationen war sie beim Jazzfestival in Münster zu hören und heimste dort den Westfalen-Jazz-Preis 2023 ein.

Das Debütwerk von Anthina Kontous Quartett „Tzivaeri“ wurde inzwischen für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und den Deutschen Jazzpreis nominiert.

Natürlich lassen Bassistin und Saxofonistin auch die Männer mitspielen. Gott sei Dank, denn Pianist Lucas Leidinger und Drummer Dominik Mahnig sind alles andere als nur musikalisches Beiwerk.

Nitai Hershkovits

Sonntag 08.09.2024, 17:30 Uhr, Ballenlager in Greven

Nitai Hershkovits? Na, klingelt‘s bei diesem Namen? Viele Jahre spielte Nitai das Klavier in der Band des berühmten Bassisten Arvisha Cohen. Das ließ schon aufhorchen. Inzwischen ist der Pianist und Komponist solo unterwegs, wechselte zum bekannten Plattenlabel ECM und fiel den Grevener Festivalorganisatoren durch eine vorweihnachtliche Empfehlung in der Wochenzeitung „Die Zeit“ auf.

Kleinode der Klavierliteratur komponiert der Tel Aviver Musiker, der mit seinem besonderen Spiel Bilder vor den Augen und Ohren seiner Zuhörer wachsen lässt. Kein Freund sich lang dahinziehender Improvisationen, spielt sich Hershkovits stringent zum Kern seiner Stücke.

Foto: Caterina Di Perri

Foto: Caterina Di Perri

Als noch „geheim“ legte Musikredakteur Ulrich Stock die berührenden Improvisationen von Nitai seinen Lesern ans Herz. Und in der Tat berühren diese 18 Kompositionen auf der im Herbst 2023 veröffentlichten CD „Call on the Old Wise“, die der Pianist seiner Klavierlehrerin Suzan Cohen widmete.

Bei der Frage nach seinen Vorbildern lässt Nitai Hershkovits keine Zweifel aufkommen: „Ich spiele bis heute täglich meinen Bach. Kein Tag vergeht ohne ihn.“ Ob Bach, Beethoven oder Rachmaninov – die Klassik legt zwar die Basis zu Nitais Spiel. Ein klassischer Pianist sei er gleichwohl nicht. Seine Spielart werden wir mit viel Begeisterung hören, wenn der „Geheimtipp“ am Festivalsonntag direkt von Tel Aviv nach Greven kommt.

Alex Hitchcock Dream Band

Sonntag 08.09.2024, 20:00 Uhr, Ballenlager in Greven

Foto: Rob Blackham

Der Tipp kam von unserem Londoner Bandscout Johannes. „Die müsst ihr für euer Festival engagieren.“ Alex Hitchcock, angesagter Saxofonist aus der musikalisch schillernden Londoner Clubszene, entpuppte sich in der Tat bei den ersten Hörproben als eine musikalische Wucht, die die Festivalorganisatoren überzeugte.

Nicht nur, dass Hitchcock selbst durch seine vorantreibende Spielweise immer wieder musikalische Grenzen durchbricht, sich improvisierend, experimentierend Themen nähert, Melodien auflöst und wieder zusammenfügt, seine ausgesprochene Stärke sind seine Bandleader-Qualitäten.

Dream Band – ein Name, der nicht von ungefähr kommt, denn der schnelldenkende und virtuose Musiker sucht mit traumhafter Sicherheit seine Mitspieler zusammen. Aufsehenerregend jenes Trippelkonzert im berühmten Londoner Club Vortex, bei dem Hitchcock an drei hintereinander folgenden Tagen mit jeweils einem anderen Sextett musizierte. Ein Traum, der auf einer Dreier-CD bei ECM dokumentiert ist.

Eine echte Dream-Band kommt jetzt auch in Greven zum Einsatz. Mit Dave Adewumi an der Trompete, Lex Korten an den Tasten, Orlano Le Fleming am Bass und JK Kim am Schlagzeug fungiert die Hitchcock Dream Band als fulminanter Kehraus des 3. Ems Jazz Festivals Greven.